Wunderbare Weihnachtspost

Wunderbare Weihnachtspost
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  • 331675
  • 978-3-86827-675-6
  • Lotte Bormuth
»Wir wünschen Euch ein frohes Fest!« So enden die meisten Briefe in den Tagen vor Weihnachten.... mehr
Produktinformationen "Wunderbare Weihnachtspost"

»Wir wünschen Euch ein frohes Fest!«
So enden die meisten Briefe in den Tagen vor Weihnachten. Was aber macht uns so froh an diesem Fest? Lotte Bormuth weiß es. Es ist ein langes Leben in der Nachfolge Gottes, das ihren Korb von Erlebnissen überreich gefüllt hat.
Einen Korb, in dem sie immer neue fröhliche und erschütternde, tröstende und Mut machende Geschichten aus dem Leben eines Gotteskindes findet. Und zwischen diesen zwei Buchdeckeln schickt sie das, was sie so froh macht, hinaus an ihre Leser – wunderbare Weihnachtspost für ein wirklich frohes Fest!

96 Seiten, Buch, kartoniert
Format: 11 x 18 cm

Leseprobe

Weihnachtspost
Zu Weihnachten lädt der Postbote viele Grüße bei mir ab. Mich macht es glücklich, dass Leser an mich denken und mich mit dem Segen Gottes beglückwünschen. Von Frau Gläser erhielt ich zu Beginn der Weihnachtspost ein Gedicht, das ich gerne weitergeben möchte. Diese Christin hat mich besonders in der Zeit, als ich ehrenamtlich Flüchtlinge betreute, unterstützt und mir Kleidung, Koffer, Taschen und vor allem warme Decken zugeschickt. Das verbindet mich mit ihr.

So schreibt sie:

Stecke mich an

Jesus, ich weiß nicht, ob ich eine kleine oder große Kerze vor dir bin.
Ich weiß nur, dass ich eine bin.
Du hast mich berufen zu brennen,
und nicht, um einen Platz in einer Kerzen-
ausstellung einzunehmen.
Manchmal weiß ich nicht so richtig, ob ich "brennen" will,
weil es mir schwerfällt, immer kleiner zu werden.
Ich sehe aber ein, dass es besser ist zu brennen,
als in einem Museum bewundert zu werden.
Jesus, du bist das Feuer,
stecke mich mit deinem Feuer an.
Dann werde ich brennen, aber nicht verbrennen.

Bedürftige und Einsame
sind unsere Gäste
"Zum traditionellen Heiligabendfest der evangelischen Gemeinschaft kamen viele Obdachlose, Einsame und Flüchtlinge", so berichtete eine Reporterin, die an diesem schönen Abend teilnahm. "Seit 52 Jahren hat diese Feier ihre Tradition. Nun ging die Organisation an jüngere Mitarbeiter über. Jede Menge Kartoffelsalat, heiße Würstchen, grünen Salat, Brötchen und herrliche Torten ließen sich die hungrigen Gäste in dieser Christnacht im großen Saal der Gemeinde in der Schwanallee 37 schmecken. Neben dem kulinarischen Genuss stand der zwischenmenschliche Kontakt im Mittelpunkt. Denn darum geht es bei dieser traditionellen Feier: hungrige, bedürftige Menschen oder solche, die an Heiligabend allein hätten sein müssen, zu einem gemeinsamen Weihnachtsessen zusammenzubringen. Die Zutaten wie herrliche Leckereien und Esspakete für die Gäste stammen zum Teil von Gemeindegliedern, aber auch von Geschäften, Supermärkten und Bäckereien. Freiwillige aus der Gemeinde bereiteten das Festessen zu.
‚Wir möchten uns für Menschen einsetzen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Vielen fehlen die Mittel, ein schönes Fest zu gestalten, oder sie fühlen sich einsam‘, erklärte der Organisator Bernhard Schroer, der zusammen mit seiner Frau Andrea und mit einer Zahl von tüchtigen Helfern die Vorbereitungen übernommen hat. Zwischendurch wurde viel gesungen und auch einige Musikstücke wurden vorgetragen. Die geschmückten Tische waren den Abend über gut mit herrlichen Gaben gefüllt. Hier trafen sich alte und neue Bekannte zu einem gemeinsamen Mahl und zu einer regen Unterhaltung. Zwischendurch erfreuten sich die Gäste an alten und neuen Weihnachtsliedern. Der Gemeindepastor Robert Höppe hielt die Andacht zu diesem Fest.
Das Ehepaar Schroer stieg erst vor zwei Jahren in diese neue Aufgabe ein. Vorher trug die Familie Bormuth die Verantwortung für das Gelingen. Ein halbes Jahrhundert lang hatte das Seniorenpaar diese Festveranstaltung organisiert. Nun gaben sie die Leitung in jüngere Hände. Aber solange die beiden gesund sind und sich kräftig fühlen, sind sie unter den Gästen dabei und helfen auch bei den Vorbereitungen. Etwas wehmütig klangen die Worte von Lotte Bormuth, wenn sie an die Anfänge dieser Aufgaben zurückdachte. In einem spannenden Bericht erzählte sie den Gästen davon.
Der Anstoß zu diesem Tun war eine tiefe Erfahrung des Leids im Leben von Lotte Bormuth. Ihre Umsiedlung und Flucht 1945 aus dem Warthegau hat sie in ein großes Flüchtlingselend gestürzt. In Hessen fand sie mit ihrer Familie Zuflucht bei freundlichen, liebenswürdigen Menschen. Es war ihr Glück, dass sie von einer christlichen Familie mit all ihren Lieben in ihr Haus aufgenommen wurde. Familie Becker lud diese Flüchtlingsfamilie auch zu einer Weihnachtsfeier ein. ‚Wir hatten alles verloren und waren arm wie die Kirchenmäuse, und doch haben diese Menschen uns liebevoll versorgt. Das hat uns sehr geprägt‘, erzählte die Seniorin aus früheren Zeiten. Seit ihrer Verheiratung organisierte sie mit ihrem Mann und vielen freiwilligen Helfern die alljährliche Feier für Bedürftige, die auch oft von den Oberbürgermeistern Herrn Vaupel und Herrn Spieß besucht wurde. Gerne richteten diese dann auch ein Grußwort an die Bürger ihrer Stadt.
Die beiden Bormuths standen immer morgens früh um vier Uhr auf und bereiteten für die Gäste fünf Eimer Kartoffelsalat. Stets brachten sie ihre Kinder mit zur Feier, die mit lustigen Theaterstücken und Gedichten die Gäste erfreuten.
An eine Situation kann sich Lotte Bormuth noch genau erinnern. Einer ihrer Söhne war gerade mal zwei Jahre alt und schlief an einem Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum und der Krippe ein. Ein obdachloser Gast bemerkte das und deckte den kleinen Jungen liebevoll mit seiner Jacke zu. Es sind auch solche schönen Erinnerungen, die das Ehepaar motivierte, diese Tradition des Heiligabend aufrechtzuerhalten."

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